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Die Legende einer Sängerin

Der steinige Weg zum Erfolg
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Alexandra wurde während des Krieges mit ihrer Mutter und den beiden älteren Schwestern Melitta und Marianne aus dem Memelland vertrieben und wuchs später in Kiel auf.


Der steinige Weg zum Erfolg

Alexandras Lebensweg verlief keineswegs beneidenswert, ebenso wenig wurde ihr der Erfolg geschenkt. Vertreibung aus dem Memelland, Trennung der Eltern, Grafisches Studium, Klavierunterricht, Balettstunden, Schauspiel- und Musicalausbildung, die viel zu frühe Ehe mit deinem 30 Jahre älteren Russen, die schnelle Scheidung, die Erziehung des Sohnes Alexander, Jobs als Zimmermädchen, Strumpf-Model und Sekretärin." Ich mußte mir oft überlegen, ob ich eine Tasse Kaffee trinken oder mit dem Bus nach Hause fahren sollte." Das Leben türmte seine Probleme bereits vor Alexandra auf, bevor sie überhaupt ihren eigenen Weg gefunden hatte. Den einzigen Halt fand sie bei ihrer Mutter: " Alles ,was ich erreicht habe, verdanke ich ihr. Sie hat meinetwegen auf vieles verzichten müssen. Sie hat mir immer wieder Mut gemacht, wenn ich aufzugeben drohte und verzweifelt war. "



Doch dann bekam Alexandra plötzlich ihre Chance. Der Plattenproduzent Fred Weyrich wurde auf sie aufmerksam, als sie in Neumünster Theater spielte. Er war sofort begeistert von ihrem Talent, ihrer Ausstrahlung und ihrem aussergewöhnlichen Repertoire. Sie sang in Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und sogar in Hebräisch. Fred Weyrich organisierte umgehend einen Studiotermin für Probeaufnahmen, die auf dieser CD erstmals für die Öffentlichkeit zu hören sind. (Das Glück kam zu mir wie ein Traum, Dunkles Wolkenmeer, Belaja akazija, Wink Wind, El vito, Erev she shonanim, Ich erwarte Dich). Mit diesem Material suchte Fred Weyrich im Sommer 1966 die Direktion der Phonogram auf, wurde aber kurzerhand abgewiesen. "Diese Lieder sind zu traurig und unkommerziell. Sie passen nicht ins Programm." Aber Fred Weyrich ließ nicht locker. Am Ende einer firmeninternen Käufertagung in Husum kündigte er ohne Genehmigung seine Neuentdeckung an, die er an diesem Abend hinter der Bühne versteckt hielt. Der Direktor tobte, doch schon nach wenigen Strophen war er wie auch das Publikum von der jungen Künstlerin überzeugt. Doris sang um ihr Leben, und zufällig wurde dieser Auftritt mitgeschnitten. Lange Zeit galt dieses Band als verschollen, und es ist eine kleine Sensation, daß diese Aufnahmen nun auf dieser CD veröffentlicht werden konnten. (Es war einmal ein Fischer, Russkaja Ziganskaja Pessnja, The Guns and The Drums, Wild ist das Leben, mein Kind schlaf ein).

schon beide Miss-Germany-Wahl 1962 äußerte Alexandra den Wunsch, Chansonsängerin zu werden.


Auf der Rückfahrt nach Hamburg grübelte man nach einem zugkräftigeren Namen als Doris Nefedov und kam schnell zu dem Schluß die junge Sängerin nach ihrem kleinen Sohn zu benennen. Aus Doris Nefedov, dem schüchternen Mädchen mit den langen Haaren, wurde Alexandra. Und Fred Weyrich produzierte sogleich eine Langspielplatte mit ihr, ein bis dato einmaliges Wagnis in der deutschen Musikbranche, das mit viel Skepsis verfolgt wurde. Doch er sollte Recht behalten.



Mit ihrem Lied Zigeunerjunge wurde Alexandra über Nacht ein Star und die "interessantesten Neuentdeckung 1967". Von da an ging es Schlag auf Schlag: Tourneen mit Hazy Osterwald und ihrem späteren Freund Adamo, Fernseh-Shows mit Gilbert Becaud (Moskauer Nächte), Chris Howland, Paul Kuhn, Vico Torriani und Peter Frankenfeld, Teilnahme an zahlreichen internationalen Festivals von Bulgarien bis Brasilien, erste Preisträgerin der "Goldenen Europa 1968", erfolgreicher Star in Frankreich, wo die französische Version vom Zigeunerjungen sogar Dalidas Aufnahme vom Markt fegte. Aus dieser Zeit stammte auch die bisher unveröffentlichte französische Fassung von Akkordeon aus der Feder von Serge Gainsbourg.



Von dem Erfolg überrollt, übernahm Hans R. Beierlein, der schon Udo Jürgens zum internationalen Star aufgebaut hatte, Alexandras Management , und aus beiden wurde für kurze Zeit ein Liebespaar. Die junge Sängerin zog daraufhin von Hamburg nach München, um beruflich wie privat näher am Ball zu sein.


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