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Startseite Musik Die Legende einer Sängerin Der steinige Weg zum Erfolg Maschinerie der Showbranche Rätselhafter Tod |
![]() Maschinerie der Showbranche Nach der Karriere bekam Alexandra auch schon bald die Schattenseiten des Showbuisness zu spüren. Sie jagte von einem Auftritt zum anderen, mußte ständig gegen Intrigen und Verlogenheiten ihrer Kollegen ankämpfen, aber auch gegen die Angst, in der Schlagerindustrie unterzugehen, von ihrer Maschinerie so vermarktet zu werden, gingen. Dennoch ließ sie nichts unversucht, um die alten Strukturen in der Schlagerlandschaft aufzubrechen und sich als erste deutsche Liedermacherin mit Liedern wie Illusionen, Grau zieht der Nebel und Mein Freund, der Baum durchzusetzen. So schwor sie zum Beispiel, nach der Aufnahme von Sehnsucht - das Lied der Taiga, diesen Titel nie wieder zu singen. Und sie hielt sich daran. Sie blieb auch eisern, als dieses - ihrer Ansicht nach - "schwülstige Kinderlied" ihr größter kommerzieller Erfolg wurde, die Hitpararden stürmte und unter dem Titel La taigaauch in Frankreich Beachtung fand. Als im Januar 1969 ihr Vater auf mysteriöse Weise in Kiel ums Leben kam und sie wochenlang gegen eine schwere Bronchitis ankämpfen mußte, brach sie zusammen. Abgemagert und am Ender ihrer Nerven, fuhr sie zur Kur ins schweizerische Davos. Aber auch danach ging der Streß unvermindert weiter. Der Sohn begann unter ihrer ständigen Abwesenheit zu leiden, und zog sich immermehr von ihr zurück. Alexandra überlegte, ob sie aus dem harten Musikgeschäft aussteigen und wieder als Schauspielerin arbeiten sollte. Einziger Ausflug während ihrer Karriere war die Hörfunkpersiflage "Die vier Schwestern" nach Anton Tscheschow, aus der die Lieder O Duscha Duscha, Wenn die lila Astern blühen, Ich trinke Tschai und Moskau stammen. Im Frühjahr 1969 versuchte Alexandra ein letztes Mal mit einem Franko-Amerikaner ihr privates Glück. Doch dieses endete in einer Katastrophe. Nach ihrer Verlobung mit Pierre, der auch ihr Managment übernehmen wollte, erfuhr sie über eine Dedektei, daß ihr Bräutigam ein langes Vorstrafenregister besaß und u.a. als Bigamist verurteilt worden war. Ihr Glauben einen starken und aufrichtigen Partner an ihrer Seite zu wissen, war mit einem Mal zerschlagen. Alexandras Vertrag mit ihrer Plattenfirma lief am 31. Juli 1969 aus, genau am Tag ihres Unfalls. In einem ihrer letzten Interviews sprach sie von einem frühen Tod, der sie ganz unerwartet treffen wird und von der Sorge um ihren Sohn. " Ich bete, daß ich Zeit genug finde, um für sein Glück zu sorgen." Wenige Tage vor ihrem tödlichen Unfall schloß sie eine zweite, sehr hohe Lebensversicherung ab, bezahlte das Schuldgeld ihres Sohnes im voraus und schrieb ihr Testament. Sie fühlte sich verfolgt und bedroht. Nach außen hin umgab sich Alexandra mit einer geheimnissvollen Aura, um von sich selbst, ihrer Herkunft und ihren Gefühlen abzulenken. Doch wie es in ihrem Inneren aussah, wußten nur wenige. Ihre Eigenkomposition Der Traum vom Fliegen die extra für diese CD neu arrangiert und bearbeitet wurde, zeigt wohl am deutlichsten, was in Alexandra vorging. ![]()
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